EECP-Therapie im Spiegel der therapeutischen Möglichkeiten bei arteriellen Durchblutungsstörungen

 

Gefäßerkrankungen werden in der Regel erst in einem späten Stadium erkannt und therapiert. Natürlich kommen dann die therapeutischen Modalitäten der Intensivmedizin (Koronarintervention, Bypassoperation, Gefäßoperation, carotis TEA, usw.) bevorzugt zum Einsatz. Man behandelt also chronische Erkrankungen, die uns ein Leben lang begleiten, mit den Mitteln der Intensivmedizin. Häufig handelt es sich dann um kurzfristige Erfolge. Ärzte für Naturheilkunde werfen der Schulmedizin zu recht vor, dass angesichts der vielen chronischen Krankheiten, unter denen unsere Gesellschaft leidet, zugewartet wird oder auch selektiv beobachtet wird, bis aus einem Langzeitproblem ein Akutproblem geworden ist, das dann mit den Mitteln der Intensivmedizin behandelt werden kann.

Die EECP-Therapie ist häufig zum Einsatz gekommen, wenn Dilatationen und chirurgische Eingriffe nicht oder nicht mehr anwendbar waren. In Zukunft ist vorstellbar, dass die EECP-Therapie im Rahmen eines nicht invasiven Behandlungskonzeptes von Gefäßerkrankungen gleichberechtigt neben den interventionellen Möglichkeiten steht. In fernerer Zukunft wird man möglicherweise auf Operation und Dilatation erst dann zurückkommen, wenn das nicht invasive Therapiekonzept erkennbar fehlgeschlagen ist oder sich unter dieser schonenden Therapie der Zustand des Patienten so verschlechtert, dass ein chirurgischer Eingriff nicht zu umgehen ist.

Die EECP-Therapie wird als experimentelle Therapie von der Schulmedizin gebrandmarkt und nicht empfohlen. Man wartet auf das Ergebnis kontrollierter Studien. Sollen die betroffenen Patienten ebenfalls warten, Herzinfarkte erleiden, Schlaganfälle oder Beinamputationen ?